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Besatzfisch - Tipps vom Züchter aus Graz-Umgebung

 

Sie haben einen eigenen Teich und wollen darin Forellen für Ihren Eigenbedarf züchten?
 

Was ist zu beachten?

Salmoniden wie Regenbogenforellen, Bachforellen und Saiblinge sind Fischarten, die nährstoffarme, kalte Gewässer bevorzugen. Das Temperaturoptimum von Salmoniden liegt zwischen +7° C und + 16° C. Salmoniden tolerieren auch kältere Gewässer sehr gut, der Teich kann auch ohne weiteres zufrieren. Allerdings ist zu beachten, dass diese Fischarten trotzdem noch Frischwasser benötigen, damit genügend Sauerstoff im Wasser ist. Ansonsten kann es sehr leicht zu einem Sauerstoffmangel kommen, das hätte dann einen Totalausfall zur Folge.

Wenn Sie einen neuen Teich planen, sollten Sie im Vorfeld schon einmal die Temperatur an einem der heißesten Tage im Jahr messen und sichergehen, dass auch im Sommer, wenn oft sehr wenig Wasser zur Verfügung steht, genügend Wasser in den Teich fließen kann. Wenn Sie einen Brunnen oder eine Quelle haben, sollten Sie eine Wasserprobe machen lassen, ob sich im Wasser genügend Sauerstoff befindet oder ob Sie zuerst ein offenes Gerinne benötigen, damit sich genügend Sauerstoff im Wasser befindet.

 

Die Besatzdichte

Wenn Sie alle diese Punkte beachtet haben und sich dafür entschieden haben, Saiblinge oder Forellen zu besetzen, müssen Sie wissen, wie hoch die niedrigste verfügbare Wassermenge ist. Die Besatzmenge bei Salmoniden richtet sich nur nach der verfügbaren Wassermenge. Pro Liter Wasser, der in der Sekunde zufließt, kann man ca. 90 kg ausgewachsene Speisefische halten, vorausgesetzt die Wasserqualität ist entsprechend, mit genügend Sauerstoff. Z.B.: Wenn ein Liter Wasser in der Sekunde zurinnt, kann man 300 Besatzfische in den Teich geben, damit man auch keine Probleme bekommt, wenn die Fische die gewünschte Speisefisch-Größe von ca. 300 g haben. Bitte bedenken Sie auch vor dem Besatz, wie oft Sie planen, Fisch zu essen, oder was Sie später mit den Fischen machen wollen.

 

Die Fütterung

Die Fütterung sollte immer in der Früh oder am frühen Nachmittag stattfinden. Nach der Fütterung haben die Fische einen erhöhten Sauerstoffbedarf und wenn die Fütterung am Abend stattfindet, kann das einen Sauerstoffmangel begünstigen. Die Fische sollten, um ein entsprechendes Wachstum vorzuweisen, täglich mit einem Forellenmischfutter gefüttert werden. Dabei ist es auch sehr wichtig, dass man die Fische nicht überfüttert. Eine Faustregel ist: Es sollte immer in etwa 1 % des Fischgewichtes pro Tag gefüttert werden.

 

Wasserpflanzen

Wasserpflanzen sind, solange genügend Wasser zufließt, kein Problem für die Forellen. Wasserpflanzen produzieren Sauerstoff, wenn sie genügend Licht haben. Wenn es allerdings dunkel wird, benötigen auch Pflanzen ein wenig Sauerstoff zum Überleben. Das bedeutet: Sind zu viele Fische und viele Pflanzen im Teich, kann das sehr leicht in der Nacht zu einem Sauerstoffmangel führen.